Vielleicht hast du schon von diesen verrückten Halloween-Labyrinthen gehört, die inzwischen in ganz Europa voll im Trend liegen. Barcelona ist da keine Ausnahme: Nur etwa 20 bis 30 Minuten außerhalb der Stadt findest du eines der besten Events dieser Art.
Ich habe schon unzählige Halloween-Mazes in ganz Europa besucht, vor allem in England. Von allen Events, bei denen ich war, gehört Horrorland bei Barcelona ganz klar zu den allerbesten. Das sehe übrigens nicht nur ich so: Horrorland wurde bei den Scare Awards mehrfach zum besten Scream Park Europas gewählt.
Hier ein paar Gründe, warum sich der Besuch lohnt:
Alles ist mit Liebe gemacht. Von der Dekoration über die Shows und die Essensstände bis hin zu den Schauspielern: Man merkt einfach, wie viel Herzblut in diesem Event steckt.
Es ist nicht so kalt wie in anderen Ländern. Im Oktober reicht in der Regel eine leichte Jacke. Du denkst jetzt vielleicht, dass dadurch das typische Halloween-Gefühl fehlt, aber ganz im Gegenteil: Die Dekoration und die ganze Atmosphäre sind so gestaltet, dass du dich mitten im Herzen der Halloween-Kultur fühlst.
Es ist authentisch. Horrorland ist keine überlaufene Touristenattraktion wie die Sagrada Família oder der Park Güell. Die meisten Besucher sind Einheimische, viele kommen jedes Jahr wieder. Hier tauchst du mitten in die katalanische Halloween-Kultur ein.

Wo liegt Horrorland und wie kommst du hin?
Horrorland findet auf dem Gelände des Wasserparks Illa Fantasia statt, der im Sommer als Freizeitbad genutzt wird und sich im Herbst in einen Horror-Themenpark verwandelt.
Adresse für dein Navi: Illa Fantasia, Finca Mas Brassó s/n, 08339 Vilassar de Dalt, Barcelona
Mit dem Auto
Vom Stadtzentrum Barcelonas brauchst du etwa 20 bis 30 Minuten mit dem Auto. Das Beste: Der Parkplatz ist kostenlos.
Mit dem Bus
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichst du Horrorland am einfachsten mit dem Bus. Wichtig: Für die Hin- und Rückfahrt nimmst du unterschiedliche Linien.
Hinfahrt (Linie 804/805, teilweise auch als C3 ausgeschildert): Der Bus fährt an der Haltestelle Gran Via / Passeig de Gràcia oder an der Plaça de Tetuan ab. Nach etwa 25 Minuten steigst du am Wochenende an der Haltestelle „Ctra. de Premià de Mar / C. Mestre Enric Morera“ aus (von dort sind es 10 bis 15 Minuten zu Fuß). Unter der Woche hält der Bus direkt an der Haltestelle „Illa Fantasia“ (5 bis 10 Minuten zu Fuß). An Samstagen, Sonn- und Feiertagen fahren die passenden Busse von der Gran Via um 16:30, 18:00 und 19:30 Uhr ab.
Rückfahrt (Nachtbus N81): Zurück nach Barcelona fährt der Nachtbus N81 ab der Haltestelle „Illa Fantasia“, etwa 5 bis 10 Minuten zu Fuß vom Park entfernt. Freitag- und Samstagnacht fährt er um 23:41, 00:41, 01:41 und 02:41 Uhr. Sonntagnacht gibt es nur eine einzige Verbindung um 01:41 Uhr, also unbedingt einplanen! Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten und endet an der Plaça de Tetuan bzw. der Ronda de Sant Pere.
Ein Einzelticket kostet 3,65 €. Aktuelle Fahrpläne findest du auf der Website des Busbetreibers Moventis.
Mit dem Zug
Eine direkte Zugverbindung zu Horrorland gibt es nicht. Der Park liegt oben in Vilassar de Dalt, die Bahnhöfe der Küstenlinie liegen unten am Meer. Theoretisch könntest du mit der Rodalies-Linie R1 bis Premià de Mar oder Vilassar de Mar fahren und von dort ein Taxi nehmen. Ehrlich gesagt ist der Bus aber die deutlich einfachere Lösung, vor allem für die Rückfahrt mitten in der Nacht.

Öffnungszeiten 2026
Horrorland 2026 hat vom 9. Oktober bis 15. November geöffnet, und zwar freitags, samstags und sonntags sowie zusätzlich am Montag, den 12. Oktober (spanischer Nationalfeiertag).
Mein Tipp: Sei auf jeden Fall pünktlich zur Öffnung da, besser sogar etwas früher. Der Park öffnet oft schon vor der offiziellen Uhrzeit, und so hast du maximal viel Zeit für alle Mazes. Die genauen Öffnungszeiten für jeden Tag findest du auf der offiziellen Website von Horrorland.
Am vollsten ist es samstags und an Abenden vor Feiertagen. Am ruhigsten sind die Sonntage.

Der Horror-Themenpark
Horrorland besteht 2026 aus sieben Haupterlebnissen, also Labyrinthen, Mazes oder Haunted Houses, wie auch immer du sie nennen möchtest. Jedes Jahr ändern sich die Mazes ein wenig, sodass es auch für Wiederholungstäter immer etwas Neues zu entdecken gibt. Neu in diesem Jahr ist zum Beispiel „Pray for Us“, eine düstere Kirche, in der Dämonen aus der Unterwelt die Kontrolle übernommen haben. Mit dabei sind außerdem Klassiker wie „McAbro“ (ein Fast-Food-Restaurant, geführt von Killerclowns) oder „Dr. Heinz’s Asylum“ (eine verfallene Irrenanstalt).
Die Mazes sind ein echtes Erlebnis. Professionelle Schauspieler erschrecken dich richtig. Die Themen der einzelnen Labyrinthe sind immer sehr originell und liebevoll umgesetzt.
Mit dem normalen Ticket kannst du jede Maze einmal besuchen. Beim Einlass bekommst du ein Armband, das bei jedem Labyrinth abgehakt wird.

Das Essen
Ganz ehrlich: Es ist ein bisschen teuer, aber dafür bekommst du typisch amerikanisches Halloween-Essen wie Burger, Hot Dogs, Pizza und Burritos. Es gibt auch vegane und glutenfreie Optionen.
Vor den Essensständen bilden sich oft lange Schlangen. Schau deshalb im Laufe des Abends mehrmals vorbei und bestell dann, wenn gerade wenig los ist. Vermeide auf jeden Fall die Stoßzeit gegen 21 Uhr, wenn alle anderen auch essen wollen. Noch besser: Du kannst dein Menü direkt beim Ticketkauf online vorbestellen und sparst dir so einen Großteil der Warteschlange.

Die Shows
Nach den Labyrinthen ist das wahrscheinlich mein zweitliebster Teil des Parks. Die Shows sind authentisch und wirklich professionell. Es gibt Musikshows mit tollen Sängern und Tänzern und Shows, bei denen das Schauspiel im Vordergrund steht. Zum großen Finale ziehen alle Figuren des Parks in einer Parade zur Hauptbühne, begleitet von einem Feuerwerk.
Beachte: Die Schauspiel-Shows sind immer auf Spanisch. Wenn dein Spanisch nicht ausreicht, lass diese Shows einfach aus und geh stattdessen in eine Maze. Die meisten Besucher schauen dann nämlich die Show, und die Warteschlangen an den Labyrinthen sind deutlich kürzer.
Die Musikshows hingegen funktionieren auch ohne Spanischkenntnisse wunderbar.

Die Spiele
In einem Bereich von Horrorland kannst du dich an kleinen Geschicklichkeitsspielen versuchen, zum Beispiel Gehirne auf Zombieköpfe werfen. Die Spiele kosten extra, dafür gibt es bei einem Sieg einen Preis. Eine schöne Ergänzung für alle, die schon alle Mazes gemacht haben und noch etwas zusätzliche Action suchen.

Fotos mit den Schauspielern
Den ganzen Abend über hast du die Möglichkeit, jede Menge Fotos mit den verschiedenen Figuren zu machen, zum Beispiel mit Mortimer, dem Maskottchen von Horrorland. Was für eine tolle Erinnerung! Nach vielen Shows stellen sich die Darsteller außerdem an der Fotowand im Eingangsbereich auf.


Zum Abschluss wartet der Inferno’s Club
Was ist der Inferno’s Club? Im Grunde ist es ein Club mit DJ und Musik, in dem du nach Parkschluss noch etwa zwei Stunden weiterfeiern und dabei wieder die Schauspieler aus dem Park treffen kannst. Der Eintritt ist in allen Tickets enthalten, Getränke zahlst du extra. Der Club ist nur für Erwachsene ab 18 Jahren empfohlen.
Das Horrorland-Erlebnis: Für wen ist es geeignet?
Eins vorweg: Horrorland ist kein Park für Kinder. Die Veranstalter empfehlen einen Besuch erst ab 13 Jahren, jüngere Kinder dürfen nur in Begleitung eines Erwachsenen rein. Ehrlich gesagt würde ich es selbst für junge Teenager nur empfehlen, wenn sie wirklich hart im Nehmen sind.
Die Erschrecker sind Profis und wissen genau, wie weit sie gehen dürfen. Trotzdem solltest du wissen: In einigen Mazes dürfen dich die Schauspieler durchaus berühren, dich von deiner Gruppe trennen oder in eine Ecke drängen. In „McAbro“ kannst du dir zum Beispiel eine leuchtende Halskette umlegen lassen und bekommst dann eine ganz „persönliche“ Behandlung von einem der Clowns, inklusive Mehl im Gesicht oder nassem Kopf. Das ist alles Teil des Spiels und niemand wird verletzt, aber wenn du das nicht möchtest, lass die Kette einfach weg.
Für echte Horror-Freaks gibt es außerdem die Extreme House: Hier gehst du allein hinein, und es wird explizit, blutig und körperlich. Du kannst selbst die Intensität wählen (von X bis XXX). Die Extreme House ist erst ab 18 Jahren, kostet mit dem normalen Ticket etwa 20 € extra und ist schnell ausverkauft. Wenn du sie machen willst, kauf dir das Ticket gleich nach dem Einlass.
Wenn du Herzprobleme hast, schwanger bist oder stark auf Stroboskoplicht reagierst, solltest du dir die Mazes vorher gut überlegen.

Tickets und Preise
Tickets kaufst du am besten vorab auf der offiziellen Website von Horrorland, denn vor allem die Samstage sind oft schon Wochen vorher ausverkauft. Es gibt vier Ticketarten:
Normales Ticket: ca. 45–48 €, Zugang zu allen Mazes außer der Extreme House, jeweils einmal.
Fast Pass: ca. 79–85 €, wie das normale Ticket, aber mit Zugang über die schnelle Warteschlange.
VIP: ca. 139 €, Fast Pass plus Extreme House, eine Wiederholung einer Maze deiner Wahl, T-Shirt, Fotopass und weitere Extras.
RIP Tour: ca. 250 €, eine rund sechsstündige Führung inklusive Blick hinter die Kulissen, für die ganz großen Fans.

Meine Empfehlung
Wenn du dir schon die Zeit und Mühe machst, zu diesem Event zu fahren, dann nimm auf jeden Fall den Fast Pass. Du denkst vielleicht, dass fünf, sechs Stunden im Park eine lange Zeit sind, aber die Zeit ist tatsächlich sehr knapp: Es gibt sieben Mazes, und dazu willst du dir natürlich auch noch ein paar Shows ansehen. Beachte außerdem, dass die meisten Mazes schon etwa 45 Minuten vor Parkschluss schließen, „Survival Maze Cyberpunk“ sogar noch früher.
Mit dem Fast Pass kommst du recht schnell durch die Labyrinthe. Du kannst zwischendurch eine Pause machen, eine Show genießen, dann wieder zwei Mazes machen und so weiter.
Der Fast Pass ist natürlich etwas teurer, lohnt sich aber auf jeden Fall.
Und selbst wenn der Fast Pass nicht in deinem Budget liegt: Komm trotzdem nach Horrorland! Mit dem normalen Ticket schaffst du alle Mazes, wenn du früh da bist und dich konsequent von einem Labyrinth zum nächsten bewegst. Alles im Park ist einfach so einzigartig und macht so viel Spaß!






