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Schokoladenmuseum Barcelona

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Schokoladen Museum Barcelona
Schokoladen Museum Barcelona

Schokoladenmuseum Barcelona – Seit seiner Eröffnung im Jahr 2000 lädt das „Museu de la Xocolata“, so der klangvolle spanische Name, zahlreiche große und vor allem auch kleine Fans der Schokolade dazu ein, in die bunte Welt einer der beliebtesten und ältesten Süßigkeiten auf unserer Erde einzutauchen. In den altehrwürdigen Räumlichkeiten des mitten zwischen dem ältestem Stadtviertel Barcelonas, dem „Barri Gòtic“, und dem berühmten „Parc de la Ciutadella“ gelegenen, ehemaligen Klosters „Sant Agusti“ begeben sich die Besucher auf vielfältigste Art und Weise in die interessante Geschichte der Schokolade in Europa, erfahren woher sie ursprünglich stammt und wie diese süße Versuchung ihren Weg in die europäischen Länder fand und dort die Herzen nicht nur aller Naschkatzen im Sturm eroberte. Gleichzeitig wird ebenso umfassend auf die medizinischen Eigenschaften der Schokolade und ihren Einsatz als anerkanntes Arzneimittel eingegangen. Interessant und lehrreich zugleich für echte Schokoliebhaber wird auch der Weg von der reifen Kakaobohne bis hin zur fertigen Süßigkeit in Form der einzelnen Produktionsschritte präsentiert und erläutert.

Ein Rundgang durch das Schokoladenmuseum Barcelona

Auf insgesamt 600 Quadratkilometer und acht verschiedene Museumssäle verteilt sich die durch die Innung der Konditoren Barcelonas ins Leben gerufene vielfältige Ausstellung der spannenden Geschichte und kulturellen Bedeutung der Schokolade.

Im Saal „Kakao und Schokolade“ wird der gesamte natürliche Prozess, wie aus den als Kakaobohnen bezeichneten Kakaosamen schließlich die von den spanischen Eroberern als „braunes Gold“ bezeichnete Schokolade wird. So erfährt der Besucher nicht nur alles Wissenswerte über die natürliche Verbreitung der Kakaopflanze und ihre besonderen Wachstumsbedingungen, sondern erhält ebenso Einblick in den heutigen industriellen Anbau des Kakaos mitsamt weltweiten Anbaugebieten und Ernteprozessen. Auch die verschiedenen Kakaosorten und ihre Eigenschaften werden näher erläutert.

Der Ausstellungsraum „Schokolade – Brücke zwischen den Kulturen“ beleuchtet die kulturelle Geschichte und Bedeutung der Schokolade welt- wie auch europaweit. Dabei zeigt die Ausstellung auf, wie die Schokolade von den Azteken in Südamerika „entdeckt“ worden ist und vor allem welche kulturelle und auch mythische Bedeutung sie für die alten Hochkulturen in Südamerika gehabt hat. Sehr anschaulich wird auch der Weg der Schokolade von Südamerika nach Spanien rekonstruiert, der sehr eng mit den spanischen Eroberern und ihrer Entdeckung des mittel- und südamerikanischen Kontinents im frühen 16. Jahrhundert zusammenhängt. Auch der von Spanien ausgehende „Eroberungszug“ der Schokolade während der Zeit der „Industriellen Revolution“ ins restliche Europa ist Bestandteil dieser Teilausstellung.
Hieran schließt der Saal „Kunst und Kreation“ an, der erzählt, wie die Schokolade nach ihrer Ankunft in Spanien und Europa Einzug in die Kunstwelt hält und zahlreichen großen Künstlern als Quelle der Inspiration gedient hat. Mit der Zeit haben auch die spanischen Feinbäcker und nach und nach die Kollegen aus dem restlichen Europa die Schokolade für sich entdeckt und schnell ihre Bedeutung als Zutat zur Verfeinerung ihrer Feinbackwaren erkannt.
Welche Blüten das durchaus als Kunsthandwerk zu bezeichnende Berufsfeld der Konditorei getrieben hat, lässt sich im angrenzenden Ausstellungsraum namens „ Konditorei und Schokolade“ bestaunen. Zahlreiche Kunstwerke wie verschiedenste Schokofiguren als auch Schokoladenbilder, die bekannten Kunstwerken großer Maler nachempfunden sind, werden in Schaukästen und Vitrinen ausgestellt und zeugen von den bewundernswerten künstlerischen Fertigkeiten der besten Feinbäcker und Pâtissiere aus Spanien wie auch der ganzen Welt.
Eine besondere Ausstellungsform im Schokoladenmuseum stellt der audiovisuelle Bereich dar. In einem eigenen Museumssaal vermitteln zahlreiche kleine Kurzfilme und weitere audiovisuelle Ausstellungsstücke den Besuchern auf eine entspannte und abwechslungsreiche Art und Weise noch einmal die wichtigsten Aspekte der Geschichte sowie der industriellen Fertigung einer der beliebtesten Süßware der Welt.

Der Herstellungsprozess in allen seinen verschiedenen Produktionsschritten unter besonderer Berücksichtigung der benötigten Maschinen und Werkzeuge wird im Raum „Produktion und Herstellung“ eindrucksvoll in all seinen Facetten präsentiert. Vom Mahlen der getrockneten Kakaobohnen bis hin zum Gießen der flüssigen Schokolade in die bekannten Blocktafeln werden alle speziellen Herstellungsprozesse einzeln vorgeführt und visuell durch die Ausstellung der für den jeweiligen Arbeitsschritt benötigten Maschinen und Werkzeuge auf in besonderer Form unterstützt.

Im Ausstellungsraum „Barcelona“ werden noch einmal im Speziellen und etwas intensiver die Fertigkeiten der talentiertesten Pâtissiere und Feinbäcker aus Katalonien und vor allem Barcelona ausgestellt. Die Meister ihres Fachs haben in unzähligen Stunden und mit unglaublichem Fingerspitzengefühl zahlreiche repräsentative Gebäude der katalanischen Großstadt und unbestrittenen Weltmetropole Barcelona aus Schokolade nachgebildet. Diese bemerkenswerte Ausstellung zeugt von der langen Tradition dieses besonderen Handwerks der Pâtisserie in Katalonien.

Zum Abschluss wartet das Schokoladenmuseum mit dem hauseigenen Museums-Shop bzw. Museums-Café auf. Hier werden allen Naschkatzen und Schokoladen-Liebhaber die verschiedensten Schokoladen-Variationen und andere schokoladenhaltige Leckereien zum Kauf angeboten. Und das Café lädt die Besucher sogar auf eine Tasse „Xocoatl“ ein, das jahrhundertealte und sagenumwobene Kakao-Getränk der Azteken.

Für diejenigen, die ungern auf eigene Faust das Museum erkunden wollen, können sich einer der regelmäßigen und von sehr gut ausgebildeten sowie mehrsprachigen Fachleuten geleiteten Führungen anschließen. Und wer nach dem Besuch des Museums von Schokolade einfach nicht genug kriegen kann, besucht einfach einen der regelmäßig angebotenen Workshops zu unterschiedlichsten Themen mit Bezug zur Schokolade, in denen Besucher unter fachlicher Leitung beispielsweise selber Figuren aus Schokolade herstellen dürfen.

Die Öffnungszeiten des Schokoladenmuseums Barcelona

Wer während seiner Urlaubreise oder seiner Kurzreise im Barcelona einen Besuch des Schokoladenmuseums plant, dem steht das Museum fast das ganze Jahr offen. Einzig an Neujahr, dem 1. Januar, sowie dem 6. Januar, dem Tag der Heiligen drei Könige, der in Spanien dieselbe Bedeutung besitzt wie in Deutschland Heiligabend, als auch an den beiden Weihnachtsfeiertagen (25. und 26. Dezember) ist das Schokoladenmuseum geschlossen. Ansonsten steht Besuchern die Tür nicht nur von montags bis samstags, sondern auch an Sonntagen und allen anderen Feiertagen, außer den zuvor erwähnten, auf. Die Öffnungszeiten variieren dabei je nach Wochentag und Saison ein wenig. Von September bis Juni ist das Museum montags bis samstags von 10-19 Uhr geöffnet. An Sonn- und Feiertagen hingegen von 10 Uhr bis 15 Uhr. In den Sommermonaten vom 15. Juni bis 15. September verlängern sich die Öffnungszeiten um eine Stunde, sodass Besuchern das Museum montags bis samstags von 10 Uhr bis 20 Uhr offen steht. Die Öffnungszeiten sonn- und feiertags bleiben in den Sommermonaten hingegen gleich, also beim üblichen Zeitraum von 10 bis 15 Uhr. Für einen Besuch des Schokoladenmuseums sollten sie mindestens einen Zeitraum von einer Stunde einplanen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zudem der Hinweis, dass der Einlass in das Museum bis eine halbe Stunde vor dem Ende der Öffnungszeit gewährt wird.

Die Eintrittspreise | Eintritt mit der Barcelona-Card | Schokoladenmuseum Barcelona

Die Eintrittspreise für das Schokoladenmuseum bewegen sich im normalen Preissegment und sind der Qualität und dem Umfang der Ausstellung mehr als angemessen.

Erwachsene ab 18 Jahren zahlen 6 Euro Eintritt, während Kinder bis 7 Jahren freien Eintritt genießen. Für Kinder zwischen 7 und 18 Jahren gilt der ermäßigte Preis von 5 Euro. Dieser gilt ebenso für Schüler, Studenten und Gruppen ab 15 Personen als auch Behinderte. Damit auch letztgenannte den Besuch im Schokoladenmuseum uneingeschränkt genießen können, sind alle Räumlichkeiten und Zugänge behindertengerecht gestaltet.
Diejenigen, die sich für ihren Aufenthalt in Barcelona die unter Touristen weit verbreitete und äußerst beliebte Barcelona Card erworben haben, erhalten nicht nur freien Eintritt ins Museum, sondern ersparen sich auch das lästige und zeitraubende Anstehen vor dem Eingang. Gleichzeitig ermöglicht die Barcelona Card den Besuchern des Schokoladenmuseums auch eine kostenlose Anreise, denn Inhaber dieser besonderen City Card dürfen während des Geltungszeitraumes sämtliche öffentliche Verkehrsmittel wie Metro, Tram, Linienbusse, aber auch die spanische und katalonische Bahn innerhalb des gesamten Stadtgebiets Barcelonas frei nutzen.

Wie kommt man zum Museum?

Das „Museu de la Xocolata“ befindet sich mitten im nahe der Altstadt gelegenen Stadtviertel La Ribeira an der Carrer Comerç, nur ein paar Gehminuten westlich des sehr bekannten „Parc de la Ciutadella“. Am besten und einfachsten gelangen Besucher mit der Metro zum Museum. Die nächstgelegenen Metrostationen sind die Haltepunkte „Arc de Triomf“ und „Jaume I.“, von denen aus das Schokoladenmuseum jeweils in gut 10 Minuten fußläufig erreichbar ist. Die Linie 1 hält an der Station „Arc de Triomf“, die Linie 4 am Haltepunkt „Jaume I.“. Nicht minder bequem ist das Museum über den öffentlichen Busverkehr erreichbar. Zahlreiche Bushaltestationen sind in unmittelbarer Umgebung des Museums gelegen. Hier halten die Linien 39, 40, 42, 45, 51, 120, H16, V15 und V17. Wer mit dem eigenen PKW bzw. dem Leihwagen anreisen möchte, dem stehen am Passeig de Picasso sowie am Passeig de Circumvallació öffentliche Parkplätze zur Verfügung.

 

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