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Wissenschaftliche Museum Barcelona – CosmoCaixa

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Wissenschaftliche Museum Barcelona
Wissenschaftliche Museum Barcelona

CosmoCaixa – Das wissenschaftliche Museum in Barcelona Naturwissenschaften sind ein breites Wissensgebiet und schwer in allen Einzelheiten Laien Kindern verständlich zu machen, ganz zu schweigen Kindern nahezubringen, wenn ihre Vermittlung sich nur auf Theoretisches beschränkt. Aus dieser Notwendigkeit heraus sind Museen entstanden, die Experimente zum Mitmachen und Selbst-Begreifen von naturwissenschaftlichen Dingen anbieten. Eines der größten und wichtigsten Institute dieser modernen Art der Wissensvermittlung, auf der iberischen Halbinsel sowieso, ist das CosmoCaixa Wissenschaftsmuseum am Tibidabo Berg in Barcelona, Teodor Roviralta 47-51 und Carrer d’Isaac Newton 26. Es besteht aus einem historischen Gebäude von 1904 und einem neuen gläsernen und unterirdischen Teil, ist aus ständigen Erweiterungen des seit 1981 bestehenden ‚Museo de la Ciencia‘ (Wissenschaftsmuseum) erwachsen und nach einem großen Umbau von 100 Millionen Euro im Jahr 2004 unter dem neuen Namen CosmoCaixa wiedereröffnet worden. Den Namen hat es von der Stiftung der Sparkasse Spaniens (La Caixa = Kasse) erhalten, die das Projekt finanzierte und für den niedrigen Eintrittspreis sorgt. Nun verfügt CoxmoCaixa auf einem 50.000 qm Grundstück über 30.000 qm Ausstellungs- und Erlebnisflächen verteilt auf neun Stockwerke, davon sechs unterirdische. Das resultiert in der Summe in viermal soviel Raum als das alte Museum hatte. 2006 bekam das Museum eine Auszeichnung als ‚Europäisches Museum des Jahres‘. Wir können hier nicht alle Sehenswürdigkeiten innerhalb des Museums vorstellen, doch dürfte rasch klar sein, dass sich der Besuch des Museums lohnt, auch wenn es nicht zentral in Barcelona gelegen ist, sondern außen an der Ronda de Dalt Ringstraße.

Was Sie im Wissenschaftsmuseum CosmoCaixa erwartet

Wissenschaftliche Museum Barcelona
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Die naturwissenschaftlichen Themen fangen mit der Entstehung der Materie an und enden bei den Ökosystemen der Erde von heute. Technischer geht es zu in den Bereichen ‚Mechanik und Elektrotrechnik‘ zu. Die voll verglaste Rolltreppe ist allein schon eine beeindruckende Demonstrationen, wie Technik ineinandergreift, um beachtliche Aufgaben zu lösen, die wir im Alltag gar nicht mehr wahrnehmen. Darum geht es in diesem Museum: den Blick öffnen für Dinge, die uns sonst verborgen bleiben. Dafür haben sich die Museumsgestalter mannigfache Experimente physikalischer, geologischer, chemischer, biologischer und selbst mathematischer Art einfallen lassen, die jeder Besucher nach Belieben annehmen und absolvieren kann. Die auffälligsten Bestandteile davon sind wohl die zwei großen Satellitenschüsseln mit 80 Metern Abstand zwischen sich, die für einen Akustiktest herangezogen werden, um zu zeigen, dass der Schall einer Sprechstimme auf der anderen Seite empfangen und verstanden wird. Neben der Figur Albert Einsteins im Eingangsbereich hängt ein Foucaultsches Pendel, das dem Besucher die Erddrehung durch seine Bewegungen veranschaulicht. Dazu hängt eine schwere Metallkugel an einem Strang von 40 Metern Länge, was genau genug anzeigt, um in einem ständig laufenden Experiment die Bewegung der Erde unter seinen Schwinungen nachzuweisen. Dazu wirft die Kugel jeweils am Ende ihrer Schwungbahn ein weiteres Plättchen um; herausgekickt aus einem Kreis solcher Plättchen, die um die Aufhängungsmitte des Pendels aufgestellt wurden.

Wissenschaftliche Museum Barcelona
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Der Weg des Besuchers führt zunächst nach unten, wo ein tropisches Edelgehölz vom Amazonas, ein toter Acariquara Edelholzstamm, vom Wurzelgewirr bis zum Wipfel durch die Rampen-Spirale ragt. Über dem Untergeschoss mit Aquarium und einem großen Wellensimulator und weiterer Simulation von Sandstürmen und Windhosen bauen sich fünf Stockwerke mit themengeordneten Schauflächen auf. Nachdem wir gelernt haben Wellenarten zu unterscheiden, machen wir selbst mal richtig Wind im Sturmsimulator und lassen uns auf andere Versuche mit Wasser ein. Die Themenbereiche der Optik und des Schalls wollen mit eigenen Experimenten sichtbar wie hörbar ausgelotet werden. Eine Austellung von beinahe 100 Tonnen Fels erwartet uns im Themenbereich ‚El Muro Geologico‘, wo wirklich jede Art Felsstruktur mit Experiment erklärt wird.

Wissenschaftliche Museum Barcelona
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Die botanische Sammlung zeigt Fossilien, Insekten, Meteoriten, Insekten und Überreste von Dinosauriern. Urmenschen werden in Figurengruppen in ihrer Lebensweise dargestellt. Das Thema ‚Urknall‘ wird auf alleine 4000 qm der Ausstellung ‚La Sala de Material‘ behandelt. Aufs Weltall zielt auch das Planetario Burbuja ab, wo Universum und Astronomie thematisiert werden, in einem Planetarium für Erwachsene und einem für Kinder. Sicher sollte man auch den Amazonas-Dschungel als Highlight erwähnen (El Bosque Inundado), der in einem Gewächshaus von tausend Quadratmetern simuliert wird. Nicht etwa mit ausgestopften Tieren, sondern mit lebendigen Krokodilen, Schlangen, Giftfröschen und anderen authentischen Bewohnern (es sollen um die hundert Spezies sein). Keine Sorge, für die Sicherheit der Besucher ist natürlich gesorgt. Selbst für tropischen Regenfall wird dort regelmäßig gesorgt. Speziell für Kinder zwischen 3 und 10 Jahren gedacht ist der Bereich ‚Click and Flash‘ gedacht, wo in zwei Hallen interaktive Experimente und wissenschaftliche Spiele aufgebaut sind. Allein dafür lohnt sich der Besuch durch Schulklassen. Pausen kann man gut verbringen in der Cafeteria, im Restaurant oder auf den Picknickplätzen. Die Anlage besitzt auch eine Bibliothek und ein Schulungszentrum. Über einen Museumsshop lassen sich Souvenirs erwerben. Das Rahmenprogramm wird leider nur auf Katalan und Spanisch geboten, auch nicht auf Englisch. Besucher ohne diese Sprachkenntnisse müssen sich also auf ihre eigenen Sinne verlassen, um das Gebotene zu verstehen.

Öffnungstage, Öffnungszeiten, Pensum

Wissenschaftliche Museum Barcelona
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Das Wissenschaftsmuseum ist von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 20 Uhr geöffnet. Der Montag ist Ruhetag; es sei denn, es handelt sich um einen Montag, auf den öffentliche Feiertage, Ostern oder Weihnachten fallen. Außerdem bleibt CosmoCaixa geschlossen am 25. Dezember und dem 1. sowie 6. Januar. Führungen werden jede Stunde begonnen, die Tickets dazu gibt es an der Kasse. Für einen Besuch sollte man mehr als drei Stunden Dauer einplanen. Mit Kindern, die alles erklärt haben und ausprobieren wollen, wird der Zeitaufwand natürlich ziemlich lange sein. Setzt erst mal eine Erschöpfung ein und die Aufnahmefähigkeit sinkt ab, wäre eine Aufteilung in mehrere Besuche zu empfehlen, schon wegen des geringen Eintrittspreises keine Entscheidung, die schwerfallen dürfte. Studenten unter 18 Jahren haben übrigens auch keinen Eintritt zu bezahlen, werden sich aber wohl als solche ausweisen müssen. Das Cafeteria-Restaurant ‚Arcasa‘ innerhalb des CosmoCaixa ist geöffnet zwischen 10 und 20 Uhr und bietet gluten-freie Küche. Der Shop ‚Laie‘ im Komplex hat noch eine halbe Stunde über die Museumsöffnungszeit hinaus offen. Für das Jahr 2008 wurden im Wissenschaftsmuseum 2,6 Millionen Besucher gezählt.

Eintrittspreise des Museum CosmoCaixa

Erwachsene zahlen 4 Euro Eintritt, Kinder bis 16 Jahren haben freien Eintritt. Kann man entsprechend disponieren, ist der erste Sonntag eines jeden Monats der ideelle Tag für einen Besuch, weil dann alle Besucher nichts bezahlen müssen. Es dürfte dann nur enger zugehen. Mit der Barcelona Card genießt man auch abseits dieses einen Tages im Monat freien Eintritt. Planetariumsbesuche kosten extra und können an der Museumskasse gebucht werden. Spezialpreise gibt es für ganze Schulklassen.

Wie kommt man zum Museum CosmoCaixa ?

Für Anreisende mit eigenem Auto sind vor dem Museum ausreichend Parkplätze vorhanden, nachdem sie über Abfahrten 6 oder 7 die Ronda de Dalt Ringstraße verlassen haben. Öffentliche Verkehrsmittel zum Erreichen der Anlage ist die FGB Linie L7 bis zur Endhaltestelle ‚Av. del Tibidabo‘, wo man vor der Wahl steht, die nächsten zehn Minuten zu Fuß bergauf zurückzulegen oder in den Bus 196 umzusteigen für die Fahrt nach oben (Ausstieg bei Haltestelle ‚La Rotonda‘ beim U-Boot).

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